Wir brechen nach zwei Übernachtungen in Los Alemanes unsere Zelte ab und fahren Richtung Straße 1, die wir auch bald erreichen, nicht ohne etliches Gekurve um Riesenlöcher mitten in der Straße und an ein Überholen der beiden Lastwagen war auch nicht zu denken.
Und dann endlich waren wir auf der Panamericana, die wir nach Norden hin befuhren. Es ist dies die trockenste Region Costa Ricas, was man auch an der sich langsam ändernden Vegetation bemerken konnte.
In einem der vielen Straßenrestaurants legten wir eine kleine Rast ein und schickten Emil wieder eine Reihe von Lastwagenbildern, die er so mag. Alle Cafés und Restaurants verfügen über WiFi, so dass wir die Neuigkeiten immer gleich versenden konnten.
Während der Verkehr nach Norden immer weniger wurde, konnten wir im Hintergrund verschiedene Vulkane lokalisieren. Zuerst war es der wolkenverdeckte Arenal, später dann der Tenorio, dann Miravalles und zum Schluss, kurz vor La Cruz der Rincon de la Vieja, während in der Ferne schon der erste große Vulkan Nicaraguas, der Conception im Nicaragua-See, mit seinem Kegelaufbau grüßte.
In Liberia legten wir den nächsten Stopp ein. Die Stadt hat ca. 50000 Einwohner und ist im Schachbrettmuster angelegt, was einem zum Teil das Fahren erschwert und die Orientierung andererseits erleichtert, weil man über rechts rechts oder links links schnell die gewünschte Richtung wieder gefunden hat. Wir haben uns im Guanca's mit Blick auf unseren Wagen niedergelassen. Und pünktlich begann im Fernsehen die Übertragung des Länderspiels Italien - Deutschland. Petra und ich gönnten uns eine hervorragende Fischsuppe.
In La Cruz war es dann an der Zeit, das Auto wieder aufzutanken. Der Toyota verbraucht fast das Doppelte von unserem Tiguan, kein wirkliches Kaufargument. Ich konnte mit der Karte zahlen, tarjeta genannt, auch kein Problem. Nach wenigen Kilometern verliessen wir dann die Panamericana und erreichten nach 2 km unsere Unterkunft, die Cañas Castilla, die von der Schweizer Familie Sutter bewirtschaftet wird und auch Teil der Tucan-Hotels sind.
Wir bezogen unseren Bungalow, der über insgesamt 4 Betten verfügt, ein Badezimmer und eine Veranda unter den riesigen Bäumen mit Blick auf den Fluss, der im Hintergrund leise rauscht.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen