Wir haben schlussendlich die Lodge gefunden und konnten sogar die Spitzen von Irazu und Turrialba in der Ferne sehen. Wir erhielten von Andy, der mit seiner Frau Conny die Orosi-Lodge betreibt, viele gute Hinweise und weil wir noch Zeit hatten, begannen wir gleich den ersten Ausflug um den See herum. Über den Rio Grande de Orosi ist eine Hängebrücke gespannt- und ich habe es tatsächlich geschafft, über die Brücke hin und zurück zu gehen. Damit konnte ich nicht rechnen und war entsprechend stolz. Abends waren wir im Restaurant Coto zu Abend essen. Petra hat ihre Fischsuppe nicht besonders geschmeckt, aber mein Casado war ganz in Ordnung.
Als wir heute Morgen, 26.11.2016 aufwachten, war der Himmel blau und nur ab und zu ein Wölkchen zu sehen und man hatte von unserem Zimmer aus einen tollen Ausblick auf den Irazu und den Turrialba, aus dem sogar eine dünne Rauchwolke aufstieg. Wir haben also schnell gefrühstückt und sind dann zu unserer Vulkantour aufgebrochen. Über Paraiso und Carthago ging es dann mehr als 25 km den Berg hinauf. Die Straße ist in einem guten Zustand . Je höher wir kamen, desto kälter wurde es. Kurz vor dem Ziel war der Parkeinlass. Pro Person kostete der Eintritt 15 $ und für das Auto 2$ Parkgebühr. Nach dem Parken, jedes Auto musste so gestellt werden, dass man sofort losfahren konnte, begann dann die kleine Wanderung. Wir befanden uns auf 3373 m Höhe über NN. Wir merkten es erst bei der Rückkehr und fühlten uns wie im Januari in Bolivien. Die drei Kraterseen waren mit Wasser gefüllt, allerdings in braungrauer Farbe, von Türkis war nichts zu sehen. Ab und zu tauchten Wolken auf, fielen in den Hauptkrater und tauchten am gegenüberliegenden Kraterrand wieder auf. Wir hatten Glück mit dem Wetter und ich später noch einen Sonnenbrand auf der Nase. Es ist schon ein besonders Erlebnis, den Kräften aus dem Erdinnern so nahe zu sein. Auf dem Weg nach unten gab es noch eine schöne Aussicht und ein Bauer erklärte uns noch die große Vielfalt seines Angebotes und dass sie drei Kartoffelernten pro Jahr haben. Die Karotten erreichten Jumbogröße. Zum Schluß verabschiedeten wir zwei uns noch per Handschlag - netter Mann.
Nach der Abfahrt besuchten wir noch den botanischen Garten Lankester in Paraiso. Er bot auf einer nicht geahnten Größe eine Vielzahl von Bäumen, Bambus etc. Nur der Orchideengarten geizte mit Blüten. Da haben wir wohl den falschen Zeitpunkt am richtigen Ort erwischt.
Abends gab es dann beim "Italiener" unweit des Hotels noch eine leckere Pizza. Das Restaurant ist ein richtiges Kleinod in Orosi, gute Küche und fernab vom Lärm der Straße.
Orosi-Lodge ist absolut zu empfehlen.
Die letzten drei Aufnahmen stammen aus dem Orchideengarten Lankester in Paraiso.







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