Mittwoch, 05.10.2011
Bevor wir uns auf den Weg machten, fuhren Amar Singh und Petra mit einem Taxi zum Flughafen, um dort ihren lange vermissten Koffer entgegen zu nehmen. Endlich konnte sie das heißersehnte Stück und zwar ohne große administrative Schwierigkeiten in Empfang nehmen.
Heute stand die längste Wegstrecke unserer Reise auf dem Plan, von Thiruchirapali nach Mettupalayam. Trotz zig-facher Nachfrage, fanden wir in den meisten größeren Orten nicht auf Anhieb den Weg, was wirklich zum größten Teil an der mangelhaften Beschilderung lag.
Zuerst ging es im Tal des Kaveri entlang, ab und zu auch an einem Kanal, wo viele kleine Dörfer lagen und wo an vielen Stellen Frauen mit der Wäsche beschäftigt waren. Vielleicht war das Wasser ja nicht so dreckig wie es aussah, aber wir hätten hier auch kein Bad genommen.
Überrascht hat doch die relative Trockenheit, die überall auf den Feldern zu sehen war. Wie der Fahrer sagte, wird in den höher gelegenen Gebieten per Tiefbrunnen bewässert, während im Gebiet des Kaveri zahlreiche Kanäle vorhanden sind, die das Wasser verteilen. Der Kaveri selbst scheint nicht tief zu sein, überall standen die Tiere gerade mal bis zum Bauch im Wasser.
Viele Straßen waren neu gebaut, andere waren im Bau, so dass es wirklich sehr schön war, so ruhig zu fahren. Im Norden hätten wir für die gleiche Strecke natürlich viel länger gebraucht.
Während der Fahrt stellte sich dann heraus, dass wir zwar mit der Nilgiri Mountain Railway fahren werden, aber nur von Coonoor nach Ooty und dann auch nur mit einer Diesellokomotive. Alles andere wäre ausgebucht und zwar immer schon ein halbes Jahr im voraus. Das war schon eine schöne Pleite, denn gerade der erste Teil der Strecke von Mettupalayam nach Coonoor ist der reizvollste. Es ist wieder einmal so typisch indisch, dass uns das nicht mitgeteilt wurde und extra wegen der NMR haben wir die Fahrtroute geändert und auf den Weg zur Südspitze Indiens verzichtet.
Das Hotel Black Thunder entpuppte sich als wunderschön gelegenes Resort am Fuß der Nigiri-Berge. Die Zimmer waren sehr sauber, vom Balkon aus konnte man am Morgen auf die erste Bergkette schauen und ….. ich habe die Eisenbahn gehört, die kurz nach 7 Uhr mit einem lauten Pfeifen sich bemerkbar machte. Die Temperaturen sind wunderbar, die Luft ist rein und kein Straßenkrach hat unseren Schlaf gestört, sieht man von der indischen Familie ab, die um 7 Uhr draußen Fußball spielte.
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