Freitag, 07.10.2011
Die Nacht war ganz schön kühl und erstmals auf der Reise musste man sich im Bett richtig zudecken. Und welche Freude: am Morgen konnte man sich mit richtig kaltem Wasser abduschen – herrlich!! Zum 6. Mal hat Saaji den Wagen jetzt mit den Koffern beladen und jedes Mal hat er eine andere Stauordnung, es wird wohl nichts mehr werden auf dieser Reise, die optimale Ladeabfolge zu finden. Wir fuhren auf dem längeren Weg Richtung Madumalai (Mudumalai) und machten unterwegs etliche Fotostopps, um Teeplantagen, Pflückerinnen, schöne Ausblicke etc. aufzunehmen. Eine (ältere?) Frau haben wir getroffen, die uns zeigte, wie die einfachen Tees mit Hilfe einer Art Schere geerntet werden. Eine andere Gruppe sagte uns, dass sie pro Tag 8 Stunden arbeiten müssten und in dieser Zeit zwischen 40 – 50 Kilo Teeblätter ernten, wofür sie 135 Rupien erhalten (knapp 2 Euro).
Gegen 14.00 Uhr dann kamen wir über einen immer schmaleren Weg in unserem „Secret Ivory Guest House“ im Madamalai Nationalpark, im Dschungel an. Es sah zwar nach außen nach nicht viel aus, aber die Zimmer sind sehr sehr sauber und das kleine Essen sowie der Massala-Tee waren wirklich gut.
Gegen 16.00 Uhr begann unsere Safari mit zwei Jeeps „Mahindra“ (indisches Produkt, robust, einfach, laut!). Wir sind, wie viele andere auch, eine Straße entlang eines Flusses gefahren und konnten einige Hirsche und Pfaue sehen, aber zu mehr hat es auf dieser Strecke nicht gereicht. Nachdem wir dann eine andere Route genommen hatten, konnten wir eine Gruppe von wilden Elefanten beobachten, die in der Nähe der Straße ästen. Etwas mehr Leben war dann im Elefanten-Camp zu sehen. Dort wurden einige Elefanten gefüttert. Aber im Grunde genommen haben uns die Tiere nur leid getan, wie sie da mit dicken Ketten an dicken Stämmen befestigt waren. Wenig später lockerte eine Reifenpanne im dicksten Nachelefantencampverkehr kurz vor der Brücke die Stimmung noch auf, aber die beiden indischen Fahrer und Führer haben es locker gesehen und innerhalb weniger Minuten war der linke Hinterreifen gewechselt. Wir setzten trotz der einbrechenden Dunkelheit unsere Erkundungsfahrt fort, sahen noch einige wilde Büffel als Punkte im Wald und brachen dann das Ganze ab. Das Essen im Secret Ivory Camp war sehr lecker und mit einem Lagerfeuer wurde dann der Tag beschlossen. Der Zaun um das Camp wurde geschlossen und unter Strom gesetzt – so sind hier die Sitten. Vor und nach dem Essen konnten wir noch per Video mitverfolgen, dass tatsächlich Elefanten, Damwild, Bären und auch zwei stattliche Tiger direkt am Ivory Camp gesehen und gefilmt wurden. Das war schon sehr beeindruckend.
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