Wir waren schon sehr überrascht, als wir uns der Stadt Manzhouli näherten, von der keiner von uns jemals etwas gehört hat. Manzhouli oder auch Manjur ist eine kreisfreie Stadt, die zum Verwaltungsgebiet Stadt Hailar (Hulun Buir) gehört. Manjur hat eine Fläche von 696 km² und ca. 300.000 Einwohner (Ende 2010). Mehr als 90 % davon sind Han-Chinesen. Die Stadt ist eine wichtige Grenzstadt zu Russland und ein wichtiges Verkehrs-, Kommunikations- und Handelszentrum für ganz Nordostchina.
Breite und sehr gut ausgebaute Straßen führen in die Stadt hinein, überall neue Gebäude und eine rege Bautätigkeit weithin. Die Stadt besitzt einen Bahnhof an der Chinesischen Osteisenbahn. Hier wechselt die Spurweite von russischer Breitspur auf Normalspur. Über die Transsibirische Eisenbahn ist die Stadt mit dem europäischen Schiennetz verbunden und ist damit Übergangsbahnhof für europäische Güterzüge nach China und Reisezüge von Moskau nach Peking. Neben der Bahnstrecke besitzt die Stadt einen Grenzübergang für Kraftfahrzeuge und Fußgänger.
Wir näherten uns der Grenze. Zhao Hairui und seine Kollegen kannten sich aus. Wir parkten auf einem riesigen Parkplatz, der mit tausenden von PKW zugestellt war und staunten nicht schlecht über die riesige Zahl von Reisebussen. Es ist für viele Chinesen in dieser Ecke des riesigen Landes eine absolute touristische Attraktion, in die Nähe einer Grenze und eines Grenzüberganges zu gelangen. Uns als Touristen, die wir in Deutschland so viele Grenzen um uns hatten und noch zum Teil haben, war es leider nicht erlaubt, auch nur einen Blick auf die russische Grenze zu werfen. Was man sich dabei wohl gedacht hat??
Und gelegentlich sieht man Motive, die man noch mit dem alten China in Verbindung bringt
In Manzhouli selbst sind fast alle Geschäfte in den drei Sprachen Chinesisch, Mongolisch und Russisch ausgewiesen und fast alle verkaufen die gleiche Waren: Pelzwerke und Souvenierartikel (von grauenhaftem Design!, aber das ist meine persönliche Meinung.
Das Hotel war sehr gut, das Abend essen fand aber außerhalb in einem touristischen Jurtencamp statt. Ihm und dem einen Tag später stattgefundenen Essen (ein ganzes Schaf!), soll die nächste Seite gewidmet sein.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen