Wir wollten erstens noch einkaufen, d.h. meine Frau wollte einkaufen und wir wollten auf den Südteil von Hongkong Island kommen. Also gings zuerst einmal mit der Tram Richtung North Point. Auf den letzten Metern dort ist die Tram quasi nur noch im Schritttempo vorangekommen, es ging fast mitten durch ein Marktgeschehen. Tausende von nichtchinesischen jungen Frauen waren zu sehen, die überall herumstanden oder in Gruppen auf dem Gehweg oder im Park zusammen saßen. Das sind die Bediensteten und Haushaltshilfen, die aus Indonesien und den Philippinen und anderen Ländern für zwei Jahre sich nach Hongkong in eine Familie verpflichtet haben. Sonntags haben sie Ausgang und sind dann natürlich am liebsten unter sich. Sie wirkten alle sehr fröhlich, vielleicht auch deshalb, weil sie mit ihren Freundinnen reden konnten. Es ist bestimmt nicht leicht, die Familie, vielleicht auch die eigenen Kinder, für zwei Jahre zu verlassen und in der Fremde Geld zu verdienen.
Der Markt war bewundernswert, viele tolle Fotoeindrücke!!
Anschließend, meine Frau war fertig mit dem Einkauf, sind wir nach Aberdeen Promenade auf die Südseite von Hongkong Island gefahren. Wie alles immer in Hongkong perfekt: sauber, alles wohl geordnet, überall Spielplätze und Toiletten und natürlich geschäftstüchtige Männer und Frauen. Hier waren es Frauen, die kleine Sampans gesteuert haben und den Touristen den Hafen zeigen wollten. Wir haben uns stattdessen einen chinesischen Friedhof angschaut, der eingeklemmt zwischen Hochhäusern am Hang angelegt worden ist. Sicherlich kosten die Grabplätze ein Vermögen, alles war sehr gepflegt, aber im Gegensatz zu den europäischen Friedhöfen waren die Gräber ohne jeglichen Blumenschmuck.
Wir fanden mit Hilfe netter Menschen den Bus nach Stanley und fuhren bis zur Repulse Bay. Hier stiegen wir aus und genossen den sauberen Strand. Hose hochgekrempelt und rein ins saubere Wasser des südchinesischen Meeres. Es war noch ziemlich kalt, kein Mensch hat sich dort im Wasser getummelt, in Schweden wäre das anders gewesen. Aber ich hatte keine Badehose dabei, ein Handtuch auch nicht und so musste ich auf die Heldentat verzichten, ein Bad im kalten südchinesischen Meer zu nehmen.
Abends haben wir uns wieder im Hotel getroffen und waren im "Nice Restaurant" unweit des Hotels essen, es war sehr lecker und wir können es nur empfehlen.
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