Bevor ich zu dem aktuellen Bericht komme, hier noch schnell einige Anmerkungen zur Zeit zwischen März und Juni. Wir waren wie gewöhnlich wieder über Ostern in Schweden gewesen. Esther kam von Göteborg und nutzte die freie Zeit, um sich im Wald und bei Mama und Papa wieder etwas von den Anstrengungen der Tillskärarakademi (http://www.tillskararakademin.se/) zu erholen. Wir feierten ihren 26. Geburtstag und schauten uns Bilder an, als sie zwischen 4 und 8 Jahre alt war - Kinder wie die Zeit vergeht. An ihrem Geburtstag sind wir nach Öland gefahren, haben uns das Vida Museet von Bertil Vallien und Ulrica Hydman-Vallien angeschaut und haben in einem Naturschutzgebiet im Schutz von Büschen und Bäumen (der Wind wehte heftig und es war richtig schön kalt) ein Glas Sekt getrunken und etwas geknappert.
Auf der Rückreise haben wir in Kiel Station gemacht, wo Rebecca dabei war, ihre Zelte abzubrechen. Bei der Gelegenheit, ich wunderte mich schon, warum ich alle schweren Kisten aus dem 4. Stockwerk allein ins Auto tragen durfte, dass wir im Oktober Großeltern werden - hurra!!
Bald nach der Rückkehr bin ich dann mit Michael auf große Fahrt gegangen. Wir sind mit der LH via Shenyang nach Qingdao geflogen, wo wir im Academic Exchange Center der Ocean University of Qingdao Quartier bezogen. Wie nicht anders zu erwarten, wurden wir wieder hervorragend betreut. Liulin hat uns am Flughafen abgeholt und zu meiner großen Freude war auch der frühere Schulleiter Zhao Qiang anwesend und hat es sich nicht nehmen lassen, uns zu begrüßen.
Wir haben unsere Füße und Beine in die Pflicht genommen und die Stadt (im weiteren Bereich der alten "deutschen" Stadt) erkundet, waren samstags bei Chamois zu Mittag- und Abendessen zu Gast, besuchten am Sonntag mit Liulin und einer Englischlehrerin der Schule das Laoshan-Gebirge, waren mehrmals zum Essen eingeladen und freuten uns, dass wir wenigstens zwei Mal in einem kleinen uigurischen Imbiss etwas essen konnten. Häufig wollten während unserer Erkundigungen junge Leute ein Bild von und mit uns machen. Das hat uns doch sehr angenehm überrascht. Der Austausch der Schifferstadter Schule mit der 39. Middle School ist vorbereitet und Waltraud, Maria und Fatima können sich im Oktober auf den Weg machen. Am Abreisetag sind wir mit dem Taxi vom Hotel zum Flughafen gefahren. Für die knapp 35 km lange Strecke haben wir umgerechnet 8 Euro bezahlt.
Über Christi Himmelfahrt waren wir in Oberstoppel auf dem Sippentreffen der Trotts, das ist die mütterliche Abstammungsreihe von Waltraud. Wir kannten fast alle und es hat allen Spaß gemacht. Wir hatten in Burghaun bei Familie Fennel eine Ferienwohnung gemietet und erkundeten auch ein wenig den Ort. Besonders angetan waren wir vom Judenfriedhof in Burghaun (http://www.alemannia-judaica.de/landkreise_giessen_fulda_friedhoefe.htm#Burghaun). Wir waren sehr beeindruckt und bewegt!
Leider war das Wetter nur partiell gut, so dass ich meine Erwartungen als Jungimker reduzieren musste. Mehrmals konnte ich nicht zu ihnen, weil es zu kalt war oder Horst nicht dabei war. Er informiert mich aber in ausreichendem Maße über mein Bienenvolk. An Pfingstmontag waren wir alle auf der Wiese und so konnte man sich einen Überblick über meine bescheidenen Aktivitäten als Imker machen. Da ich während der "Ernte" leider nicht anwesend sein werde, habe ich die Familie schon mal mit ihren Aufgaben "betraut", d.h. Horst wird ihnen zeigen, wie man die Waben entdeckelt und den Honig schleudert.
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