Wir sind mit dem Zug (!) von Taitung durch das East Rift Valley, im Westen begleitet vom Zentralgebirge und im Osten vom Küstengebirge mit einem mittellangsamen Zug nach Hualien gefahren, während unser Gepäck mit dem Fahrer schon um 06:15 Uhr im Bus unterwegs war.
Der Bereich des Rift Valley verfügt über sehr fruchtbare Böden, die vor allem zum Reisanbau genutzt werden. Jeder irgendwie nutzbare Bodenbereich wurde mit Reis bepflanzt, die Pflanzen stehen im Wasser, das vom höheren ins nächst tiefere Feld fließt, bis es dann in Gräben abläuft.
In der Ferne sahen wir am Rand vieler Dörfer christliche Friedhöfe. Sie gehören alle zu den Aboriginals, die hier doch wohl eine bessere Rolle spielen als in Australien.
Der kleine Junge hat uns während eines Teils der Reise im Zug begleitet und anfangs ganz schön misstrauisch beäugt.
Mit dem Bus ging es dann nach unserer Ankunft in Hualien auf Richtung Taroko-Schlucht und mit uns waren viele tausende von chinesischen Touristen unterwegs. Michael hatte sich das so schön vorgestellt, dass wir am nächsten Tag in diesem Nationalpark wandern könnten, weshalb wir eine Verlängerungsnacht eingeplant und auch gebucht hatten. Das Problem dieses wunderschönen touristischen Zieles ist, dass mehr Menschen, mehr Autos und vor allem mehr Busse dorthin fahren, die einzige Straße aber für einen solchen Andrang nicht gerüstet ist. Autos und Busse können nämlich nur an wenigen Stellen parken und diese Plätze waren natürlich schnell vergeben. Also haben wir irgendwo einen kleinen Spaziergang gemacht, sind dann wieder mit dem Bus gefahren und und und ..... Es war also schon schön anzuschauen, aber auch eine Enttäuschung.
Dann war es auch noch so, dass unser Guide Thomas uns zwar mit kostenlosen Helmen versorgte, aber irgendwie zu einer kleinen Wanderung, z.B. zum Schrein des Ewigen Frühlings wenig Lust verspürte, vielleicht war auch keine Zeit dafür vorhanden.
Jetzt muss man noch wissen, dass das ganze Gebiet aus Marmor besteht und Hualien die wichtigste Stadt an der Ostküste Taiwans, lebt vom Marmor und vom Verkauf der vielen Schmuckstücke, die aus Jade/Marmor gefertigt werden. Natürlich müssen alle Busse bestimmte Plätze anfahren, wo man halbherzig einige Informationen bekommt, japanisch, koreanisch, chinesisch, englisch etc. Man soll aber nicht so lange zuhören sondern in das Geschäft folgen und dann kaufen!!!
Nach dem Besuch der Schlucht fuhr uns der Bus zum Hotel, was natürlich auch bis zum letzten Zimmer ausgebucht war, schließlich gab es drei freie Tage, und wir bezogen unsere Zimmer, während die Schweizer mit dem Bus nach Taipeh abfuhren. Wir haben uns beim Fahrer und dem Guide mit einer kleinen Geldspende bedankt.







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