Der Zwischenfall vom 28. Februar (chinesisch 二二八事件, Pinyin èrèrbā shìjiàn); auch 228-Zwischenfall oder 228-Massaker war ein im Jahr 1947 die ganze taiwanische Insel erfassender Aufstand gegen den KMT-Militärgouverneur Chen Yi (陳儀, Chén Yí). Heute ist der 28. Februar in Taiwan im Gedenken daran als Friedenstag ein staatlicher Feiertag.
Taiwan war zwei Jahre zuvor von Japan an die Republik China übergeben worden. Zwischen der alteingesessenen Bevölkerung, den Taiwanern, und den neu zugewanderten Festlandchinesen kam es in der Folge zu Spannungen. Ein Streit zwischen einer Zigarettenverkäuferin und einem Anti-Schmuggel-Beamten am 27. Februar 1947 löste eine öffentliche Unruhe aus, die durchchinesisches Militär gewaltsam niedergeschlagen wurde. Zwischen 10.000 und 30.000 Zivilisten kamen dabei ums Leben.
Unser Führer Thomas hat mehrfach auf das Ereignis aufmerksam gemacht und auch einige Denkmäler gezeigt.
Die Bevölkerung kümmert sich wohl nicht mehr sehr darum, bei uns ist es ja auch nicht viel anders. Die Straße nach Süden Richtung Kending Nationalpark war auf jeden Fall gerammelt voll mit Autos und schon früh waren viele Busse unterwegs. Wie man sagen muss, dass Chinesen, egal welcher Art, wohl überall auf der Welt zu den Frühaufstehern gehören.
Wir sind auf jeden Fall gut gelaunt auf der Westseite Taiwans, südliches Ende der Formosastraße, gut vorangekommen. In Fangliao haben wir eine kleine Pause eingelegt und von dort konnte man die ca. 15 km entfernt liegenden Liociou-Inseln erkennen. Von Donggang kann man dort mehrmals am Tag hinfahren. Die Strände sollen sehr schön sein.
Unser erstes Ziel des Tages war Maobitou am westlichen Ende der Nanwan (Südbucht), dann folgte das Mittagessen in einem schönen Hotel am Strand von Kending, bevor wir zum nächsten Ziel des Tages kamen, der Südspitze von Taiwan mit dem Eluanbi-Leuchtturm, der aus deutschen Stahl gebaut worden sein soll (nach Auskunft von Thomas Hsien). Im Internet findet sich darauf leider kein Hinweis, was der schönen Aussicht nicht schadet. Unweit vom Kending Beach befindet sich ein Atomkraftwerk und etwas verloren stehen drei Windräder dort und drehen sich.
An der Ostküste zum Pazifischen Ozean ging dann der größte Teil der Fahrt Richtung Taitung, nachdem wir vorher das Gebirge im Süden gequert haben. Leider waren die "Strände" in diesem Bereich wenig einladend und die Wellen etwas zu hoch, so dass wir entgegen unseren Gewohnheiten keinen Fuß ins Wasser gesetzt haben.
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