Montag, 2. Mai 2011

Reiselust - von Schweden nach British Columbia

Das waren wirklich tolle sonnige und warme Osterferientage in Schweden, die allen viel Spaß gemacht haben. Damit konnte auch wirklich keiner rechnen, dass man schon braun wurde in der Frühlingssonne und das Wasser im See war schon so warm, dass ich mehrere male baden war, wobei das Wasser am 27.04. mit knapp 13 Grad C schon richtig erfrischend war – hat aber trotzdem Spaß gemacht. Ganz nebenbei habe ich die im Januar gefällte Espe mit Motorsäge und Axt zerkleinert und an der Scheune zum Trocknen an der Südseite aufgeschichtet. Am Ende reichte das aufgeschichtete Holz bis fast über das Fenster auf der rechten Seite, sodass ich auf der linken Seite ebenfalls begonnen habe, Holz aufzuschichten. Ingemar, der neue Besitzer des Waldes, hat mir gesagt, dass ich jederzeit soviel Holz im Wald aufsammeln kann, wie ich benötige. Er bringt mir auch gerne frisches Birkenholz. Der Kubikmeter soll dann um die 17 - 20 Euro kosten - wenn das mal kein Angebot ist. Darauf komme ich gerne im übernächsten Jahr zurück, weil das vorhandene Holz noch einige Herbste, Winter und Frühjahre reichen wird.

Esther und ich haben die Autos getauscht und wir sind mit ihrem BMW am 28. April Richtung Deutschland aufgebrochen. In Kopenhagen habe ich dann am Terminal 2 meine Süße verlassen und habe mich auf den Weg nach Vancouver gemacht. Dem Internet sei Dank: schon 24 Stunden vorher konnte man sich online einchecken und die Boardingcards ausdrucken wie den gewünschten Platz reservieren lassen. Alles lief perfekt ab: Gepäck abgegeben, durch die Sicherheitskontrolle und auf den Flug mit British Airways nach London-Heathrow gewartet. Auch der Hauptflug von London nach Vancouver verlief ohne Probleme, nur über Grönland gab es einige Turbulenzen. Baffin Island und das gesamte nordkanadische Flachland war noch dick mit Schnee bedeckt, nördlich von Edmonton waren die Seen noch tief gefroren, während die Schneedecke weitgehend verschwunden war.

Pünktlich landete die Boeing 747-400 in Vancouver und nach einigen Minuten hatten Jutta und ich uns gefunden. Das Wetter war nicht so ansprechend, aber die Sonnentage von Schweden konnte man nicht unbedingt auch hier erwarten. In knapp einer halben Stunde waren wir vom Airport nach Tsawwassen gefahren und konnten uns dann bei einem guten Essen mit einem schönen Rotwein erst einmal richtig austauschen.

Freitag 29. April) bin ich dann mit Jutta in das Geschäft in Surrey gefahren (www.ambiente.ca). Dort bin ich erst einmal ein wenig rumgelaufen, habe mir einen Adapter für die kanadischen Steckdosen gekauft und habe danach mehrere Stunden im Geschäft beim Auspacken der Ware geholfen. Eigentlich hatte ich nur Sachen aus China in der Hand, was mir schon zu denken gegeben hat, aber die Geschäftsfrau sagt frei heraus, dass qualitativ gute, aber teure Waren aus Europa kaum verkauft werden können, weil die Kunden die Preise zu zahlen nicht bereit sind. Etliche Kisten, groß und klein, habe ich dann meisterlich im Golf Variant von Jutta verstaut und von meiner langjährigen Praxis profitiert, Autos für die Fahrt nach Schweden zu bepacken.

Am Nachmittag sind wir dann zurück nach Tsawwassen und dort haben wir dann die vielen großen und kleinen Päckchen und Kisten ausgeladen. Die Sommerware muss hier ausgepackt und im Geschäft dekoriert werden. Das waren ganz gute Einblicke in die vielfältigen Arbeiten, die neben dem eigentlichen Verkaufen ablaufen (und von denen auch ehemalige Schulleiter kaum eine Ahnung haben!!). Mein Respekt vor den Leistungen von Jutta und Günther ist auf jeden Fall noch größer geworden. Demnächst wird in ihrem Laden noch eine Abteilung von Pandora eröffnet und ich freue mich, dass ich bei den vorbereitenden Arbeiten mithelfen kann.

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