Der Morgen versprach viel: das Wasser war glatt wie ein Kinderpopo, der Himmel kündigte den Regen erst für den Nachmittag an, drei Bald Eagle flogen an meinem Schlafzimmerfenster vorbei - es konnte losgehen.
Das erste Problem war, dass die Batterie leer war, die zum Starten des Motors am großen Boot benötigt wird. Walter hat schnell aus dem kleinen Boot die Batterie genommen, das Problem war schon mal gelöst. Linda machte uns tolle Lachssandwichs und ab ging es zur Anlegestelle der Fähre nach Campbell River. Dort an der Boat Ramp wurde das Boot zu Wasser gelassen und wir fuhren an die nordwestliche Seite von Quadra, was eine halbe Stunde und gute Fahrt mit dem Boot bedeutete.
Dort angekommen, trafen wir auf die Gesellschaft von 7 weiteren größeren und kleineren Booten, die alle mindestens zwei Angeln ausgeworfen hatten. Wir bestückten unser Schiffchen, eher ein größeres Schiff, mit drei Angeln und bewegten uns dann in dem Seegebiet hin und her. Auf dem Echolot waren die Lachse zu sehen und zu sehen waren sie auch, wie sie gelegentlich sprangen - ABER: sie konnten sich nicht entschließen, den zauberhaften Angelhaken ins Maul zu nehmen. Mit der Zeit wurde es immer kälter und nach zwei Stunden beschlossen wir, langsam Richtung Quadra nach Quathiaski Cove zurückzufahren. Es war ein schöner Tag auf dem Wasser gewesen: wir haben einige Weißkopfseeadler gesehen, auch einige Lachse, Seelöwen und kleine Delfine - aber das Glück war uns nicht hold (den anderen auch nicht, hahahaha). Wie dem auch sei, ich habe mich sehr herzlich bei Walter für diese tolle Fahrt zu den Fanggründen bedankt, auch wenn das Resultat so mager ausfiel.
Nach der Rückkehr wurde das Boot vom Salzwasser befreit und kam wieder an seinen geschützten Platz.
Nach dem Abendessen folgten wir der Einladung zu einem Vortrag von Jeanette Taylor im Quadra Community Center in Quathikai Cove. Sie berichtete mit vielen Bildern über ihr zweites Buch, das sich wiederum mit der Geschichte von Quadra beschäftigte. Der Vortrag war mit vielen Anekdoten (ich habe das Wort extra nachgeschlagen) gespickt und sehr lebhaft. Mehr als 100 Zuschauer freuten sich an dieser lokalen Berichterstattung und Linda kaufte ein Buch mit einer Widmung der Autorin.
Also, Pfifferlinge finden und keine Lachse fangen kann man auch in Schweden. Da muss man nicht so weit fahren.
AntwortenLöschenWilfried