Die Tage plätschern so ruhig dahin, aufregend ist nur die Welt draußen (für den, den es interessiert). Meine Reise nach Kanada im Oktober/November steht, Frithjof in Delta, Walter auf Quadra, Daryl in West Vancouver und Monika in Edmonton wissen Bescheid, dass ich und wann ich kommen werde. Jetzt müssen nur noch die Lachse in der Georgia Strait auf den Tag bestellt werden und dann wird alles gut!
Einer der "Höhepunkte" des kulturellen Lebens war der Auftritt der kleinen Theatergruppe aus Vissefjärda im Heimatmuseum (Hembygdsmuseum) in Södra Sandsjö am Dienstag, 06. August um 19.00 Uhr. Unter dem Titel "Mobergs Mosaik" wurden kleine Episoden vorgestellt, die der småländische Schriftsteller Vilhelm Moberg (http://www.vilhelmmoberg.com/english.html, http://de.wikipedia.org/wiki/Vilhelm_Moberg) gesammelt hat. Moberg ist vor allem bekannt durch seine Romane über die Auswanderung von Karl-Oscar und Kristina von Duvemåla nach Schweden. An diese Auswanderung erinnern eine Statue im schwedischen Karlshamn sowie eine Statue in Lindstroem in Minnesota/USA. Hierzu ein Auszug aus Wikipedia:
Am Beginn der 50er Jahre erschien Mobergs Hauptwerk, ein Epos über die Emigration in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als ein Viertel der Bevölkerung Schwedens in die USA auswanderte. In dieser Tetralogie, die aus den Romanen Utvandrarna 1949), Invandrarna (1952), Nybyggarna (1956) und Sista brevet till Sverige (1959) besteht, schilderte er nach einem umfassenden Quellenstudium das Schicksal einiger Emigranten, die um 1850 Schweden verlassen und sich schließlich in Minnesota niederlassen. Der Erfolg war enorm, nicht nur was die Auflageziffern und Übersetzungen betrifft, das Epos wurde auch von Jan Troell verfilmt, und 1995 zum Musical Kristina från Duvemåla verarbeitet.
Ca. 40 Zuschauer erfreuten sichan einem schönen Sommerabend an der gelungenen Darbietung in Södra Sandsjö. Auch wenn wir nicht alles auf Småländisch verstanden (wer versteht zum Beispiel als Deutscher schon jedes Wort, wenn ein Stück auf Schwäbisch oder Bayerisch vorgetragen wird?), so reichte es doch, die Handlung und den Humor der Geschichten zu erfassen. Nach der Vorstellung radelten wir wieder zurück in den Wald, nicht ohne vorher aber noch mit einigen Leuten gesprochen zu haben, die wir kennen.
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