Eine schwedische Sommertradition ist das Fangen von Krebsen, sofern man das Recht dazu hat und natürlich das anschließende Essen. Ein Glück, dass wir Freunde haben, die Krebse fangen dürfen und uns dann auch noch einladen.
So sind wir denn ab Mittwoch, 12.08. pünktlich um 18.00 Uhr bei Monica und Rune eingetroffen und wurden gleich mit einem Sekt mit Himbeeren begrüßt. Ein guter Start, wie man nachträglich feststellen kann. Nach einer kleinen Runde Smalltalk ging es dann ins Esszimmer.
Alle bekamen eine Art Lätzchen umgehängt (auf den Papphut haben wir Gott sei Dank verzichtet) und dann begann das nicht ganz geräuschfreie Essen der Krebse, die in Salzwasser mit Dill und etwas Zucker gekocht waren. Jeder von uns hatte ein kleines Krebsmesser mit dabei, so dass man die harten Teile der Scheren etc. aufschneiden und das rosarote Krebsfleisch rauspuhlen konnte.
Die Krebse werden kalt und mit den Fingern gegessen. Es ist erlaubt, laut zu schlürfen. Dazu isst man Brot und alten Västerbottenskäse. Die dazugehörigen Getränke sind Bier und der obligatorische Branntwein. (Mehr Informationen dazu: http://www.sweden.se/de/Startseite/Lebensstil/So-feiern-die-Schweden/Das-Krebsfest/ ).
Die Krebse von Carlssons schmeckten wirklich wunderbar. Wie es sich gehörte, gab es zum Auftakt einen tiefgekühlten Aquavit aus Dänemark (oder Deutschland), danach dann ein schwedisches Bier (Starköl mit 5,8 Prozent). Es dauerte natürlich einige Zeit, bis jeder von uns so seine 8 bis 12 Krebse geöffnet und das leckere Fleisch dann verzehrt hatte. Am Schluss des ersten Teils waren die großen Schüsseln leer und jeder hatte einen vollgefüllten Teller mit Abfall vor sich.
Der Rest des Abends galt dem weiteren Essen, der Rolle der Polizei (über die viele Witze gemacht werden) und dem Glück, im småländischen Wald zu wohnen und die volle Pracht der Natur genießen zu dürfen.
Abgerundet wurde der Tag noch durch die Beobachtung von Sternschnuppen der Persiden.
Der Persidenstrom ( Sternschnuppenstrom ) kommt aus dem Sternbild Perseus und bietet uns alljährlich ein Naturschauspiel, wo man im Schnitt 2 Sternschnuppen pro Minute sehen kann. Wir haben einige mehr gesehen, dazu noch die Milchstraße - einfach gigantisch. Der Tag war klasse!
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