Nach dem reichhaltigen (auf die Dauer aber eintönigen) Frühstück kam Patrick und wir erkundeten die Stadt. Erstes Ziel war die orthodoxe Uspenskin-Kathedrale und anschließend die evangelische Domkirche. Es war schön kalt und der Wind blies mächtig durch die Straßen der Stadt. Die Hauptstraßen waren geräumt, auf den Nebenstraßen ging ohne Allrad wenig.
So ging es also ständig rein und raus aus den Gebäuden. Die Preise für Kaffee, Kakao und Kuchen sind schon abenteuerlich im Zentrum. Kultureller Höhepunkt des Tages war der Besuch einer Ausstellung mit Werken von Carl Larsson, der allen durch seine idyllischen Gemälde und seine Porträts bekannt sein dürfte. Mir gefiel, dass August Strindberg sich dahingehend zu Larsson äußerte, er habe sich überhaupt nicht weiterentwickelt. Dem kann man nur zustimmen.
Patrick versorgte uns mit einem zwei Tage gültigen Ticket, mit dem man die Metro, die Tram und die Busse sowie einige Fähren benutzen kann. Am frühen Vormittag besuchten wir den Flohmarkt, der in einer großen Hallo abgehalten wird. Wie das war? Flohmarkt, ein furchtbarer Platz!! Anschließend trafen wir uns dann mit Jari, Mia und Oscar, die mit dem Zug nach Helsinki gekommen waren. Ein kurzer Spaziergang mit Kinderwagen im Schneetreiben im verschneiten Park und auf den nicht geräumten Bürgersteigen endete dann im Fazer Café im Forum. Das ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
Anschließend zeigte Patrick uns seine Ausbildungsstätte mit den unterschiedlichen Einrichtungen, die uns hinsichtlich der Qualität und Vielfalt schon sehr beeindruckten.
Den Montag und Dienstag verbrachten wir dann in Eigenregie, weil Patrick zu Tuula Lehtinen nach Tampere gefahren war (Geld verdienen!). Wir fuhren mit der Fähre nach Suomenlinna (Sveaborg). Wikipedia vermeldet hierzu:
Suomenlinna (ehemals Viapori, finn.: „Finnenburg“, schwed.: Sveaborg, „Schwedenburg“) ist eine Festung, die auf einigen Inseln vor dem Hafen von Helsinki in Finnland liegt. Sie steht auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes und gilt als eines der beliebtesten Ausflugsziele für Touristen wie Einheimische, die es auch das Gibraltar des Nordens nennen.
Wir vermissten die Sonne, dafür gab es mächtig große Eisschollen auf dem Weg vom Hafen zur Festungsinsel. Die Kirchturmspitze wurde zu einem Leuchtturm, der heute noch in Funktion ist, umgebaut.
Es war ein interessanter Besuch in der finnischen Hauptstadt, der aber im Sommer sicherlich mehr Freude bereitet, aber wer ist schon mal mit einem Schiff bei diesen Wetterbedingungen durch die Inselwelt vor der Hauptstadt gefahren?
Ach so: ein Geschenk gab es noch gratis: Eine gute Erkältung habe ich aus Finnland mitgebracht. Sie hat mich noch mehrere Wochen gequält.
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